|
Nachdem ich schon immer einmal in einem richtig schönen, klaren und kalten
Bergsee tauchen wollte, schnappte ich heuer noch einmal meine Flossen bzw.
schnallte sie auf den Rucksack und schloss mich Wolfgang, dem wohl survival tauglichsten Freitaucher an, um auf dieses zweitägige Abenteuer zu
gehen.
Nach fast fünfstündigem Aufstieg, mit tückischen Wegabzweigungen die es
nicht wirklich gibt und deshalb auch auf keiner Karte eingezeichnet sind,
erreicht man diesen grünlich schimmernden Bergsee, der atemberaubend zwischen
Kalkgesteinsformationen liegt. Das Tauchen war, trotz niedriger
Wassertemperatur, wirklich ein Erlebnis. Man taucht zwischen Felsspalten und
über am Boden liegende Baumstümpfen, die wie ein Mikadospiel eines Riesen
aussehen. Während ich mich eher für die Elritzen in den seichten Uferzonen
interessierte, fand Wolfgang die mit 20 m wohl tiefste Stelle.
Übernachtet wurde natürlich gleich stilgerecht zwischen den Felsen in
einer "Raubtierhöhle" über dem See im Schlafsack. Neben dem Tauchen blieb
uns aber genug Zeit um auf der Steilwand über dem See zu klettern und etwas
die schöne Bergwelt zu erkunden
Das Wetter hielt wie bestellt, eine halbe Stunde nach unserer Rückkehr in
die Zivilisation fing es an zu Schütten und eine Stunde später waren Straßen
wegen Murenabgängen gesperrt. Ich hoffe es gibt wieder einmal ein
Wochenende mit "Freitauchen in den Bergen"! Philipp |